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Artikel & Berichte der Vergangenheit

Japanischer Besuch am Gymnasium Ernestinum

Bild der Delegation aus Japan

Vom 10.- 17. Oktober 1996 betreute Herr Hähnel, Musiklehrer am Gymnasium Ernestinum, eine Delegation japanischer Kulturschaffender. Die Chorleiter, Musiklehrer und Hochschullehrer waren im Rahmen des Kulturabkommens zwischen Japan und Deutschland zum ersten Mal Gast in den neuen Bundesländern. Mit großem Interesse nahmen sie am Seminar für Kinderchorleiter des Thüringer Sängerbundes und der Thilm in Beichlingen teil. Dieses Seminar wird von Herrn Hähnel unter Mitwirkung von Mitgliedern des Gothaer Kinderchores geleitet. Die japanischen Gäste waren beeindruckt von der pädagogischen und künstlerischen Arbeit während des Seminars. Obwohl in Thüringen Schulferien waren, erhielten die Japaner auch Gelegenheit, das Gymnasium Ernestinum zu besichtigen und ein ausführliches Gespräch mit Direktor Dr. Lutz Wagner zu führen (siehe Foto). Dr. Wagner informierte die Gäste über die traditionsreiche Geschichte des Gymnasiums und dem sich daraus ableitendem Anspruch an die heutige Lehrer- und Schülergeneration. Desweiteren erläuterte er die Grundzüge des Thüringer Schulgesetzes und die Angebote die das Gymnasium Ernestinum seinen Schülern unterbreiten kann.



Dreifelder-Sporthalle für Ernestinum feierlich eingeweiht

Bereits Anfang der dreißiger Jahre wurde unsere alte Scheliha-Turnhalle, die unserer Schule und dem Gothaer Turnverein zur Leibesertüchtigung diente, als baufällig bezeichnet. Das düstere Innere der Umkleideräume mit den ausgetretenen Dielen und der damals schon "weiche" Hallenboden sind gut noch gut in Erinnerung. Eingestürzt ist die Halle zwar nicht, hat den Zweiten Weltkrieg und die DDR überdauert und mußte dann nach weiteren Jahren endgültig für den Turnbetrieb geschlossen werden. In Planung war seit einigen Jahren eine Halle, die allen heutigen Anforderungen des Sports voll gerecht sein sollte. Einige im "Ernestinum", beleuchten das Geschehen. "Es ist vollbracht", können wir heute sagen Anfang August berichtete die Gothaer Presse über das große Ereignis der Halleneinweihung. Heinz Hennrich, Erwin Kast und Klaus Kapitza von den Alt-Ernestinern waren zugegen und erzählten von lang vergangenen Turnstunden mit unseren unvergessenen "Adebar", auch gaben sie der Freude über den gelungenen Neubau Ausdruck. Das letzte Hindernis mußte der Landrat nehmen.... Bevor am Samstag, dem 6. 9. 1997, Schüler, Lehrer und Sportler ins Innere der nagelneuen Ernestiner-Turnhalle schauen durften, überwanden der Landrat Dr. Dieter Reinholz mit unserem Schulleiter Dr. Lutz Wagner einen in den Weg gestellten Bock.
Bockig hatte sich auf dem Weg zur tiefergelegten Drei-Felder-Halle mancher zeigen wollen - am Ende einer kaum zweijährigen Bauzeit feierten Kreis, Stadt, Ernestinum, Löfflerschule, Sportvereine mit dem PSV an der Spitze und die Nachbarschaft am Samstag und Sonntag ein großes Fest. Zur Sporttaufe fanden sich hunderte Zuschauer ein. Grundschüler, Gymnasiasten, Vereine und mit der Schule befreundete Gruppen, Vertreter der an Planung und Bau beteiligten Firmen und Gothaer Bürger fanden sich in der Halle zur Gestaltung der Taufe ein, die allerdings ein wenig unter der nur notdürftig hergerichteten Tontechnik litt. Nicht ausgereicht haben zur Eröffnung die 272 Besucherplätze auf der Tribüne.
Durch das ansprechende Programm führte die Zwölftklässlerin Juliane Brettschneider, nachdem zur Eröffnung - draußen vor der Tür - der Worte mehr als genug gewechselt worden waren. Nicht nur am Samstag, auch am Sonntag fand ein buntes Programm Anklang bei den Zuschauern. Für die musikalische Gestaltung zeichnete das Fanfaren- und Showorchester Gotha verantwortlich. Bedauern auf Schülerseite löste die Abwesenheit ihrer internationalen Partnerschulen aus. Landrat Dr. Dieter Reinholz hätte zur Einweihung gern auch den Kultusminister Dieter Alhaus begrüßt. Die Kosten der Halle belaufen sich auf 7,8 Millionen Mark. 5,9 Millionen davon kommen aus dem Haushalt des Landkreises als Schulträger. 1,9 Millionen Mark steuern das Kultus- und Sozialministerium bei. Viele Schwierigkeiten mußten im Vorfeld und während der Bauphase aus dem Weg geräumt werden. Damit sich der neue Baukörper optisch in die vorhandene Nachbarbebauung integriert, erfolgte eine Absenkung auf 3,7 Meter unterhalb der alten Platzoberfläche, was zur Folge hatte, daß die Nutz- und Funktionsräume unterirdisch angeordnet werden mußten Die Halle soll auch Sportvereinen zur Verfügung stehen und bietet darüber hinaus ideale Bedingungen für sportliche Wettkämpfe.

Klaus Kapitza

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