Stufenkonzept für das Schuljahr 2020/21

Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport
Stand: 27. Juli 2020


 

1. Stufe: GRÜN

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Regelbetrieb mit vorbeugendem Infektionsschutz


Grundsätzlich findet Schule im Schuljahr 2020/2021 mit allen Beteiligten ohne Einschränkungen innerhalb der Schulgebäude statt. Die Betreuungsansprüche nach § 10 Abs. 2 ThürSchulG werden erfüllt.

Der Unterricht erfolgt nach Maßgabe der Rahmenstundentafel der ThürSchulO und den Vorgaben der VVOrgS2021. Schulische und schulsportliche Wettbewerbe sowie Maßnahmen zur Begabungsförderung finden statt.

Beim Unterricht im regulären Klassen- und Kursverband sowie im Hort (Ganztag) müssen keine Mindestabstände zwischen Schülerinnen und Schülern, den unterrichtenden Lehrkräften, dem Klassenverband zugeordneten Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal in allen Schulstufen und Schularten eingehalten werden. Im Unterricht und im Freien besteht keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB).

Alle Schülerinnen und Schüler – auch mit Risikomerkmalen – sind verpflichtet, die Schule zu besuchen. Liegen schwerwiegende Einzelfälle vor, erfolgt eine Klärung mit der Schulleitung. Alle Lehrkräfte – auch mit Risikomerkmalen – erfüllen ihre Unterrichtsverpflichtung durch Präsenzunterricht.

Es gelten dabei durchgängig Maßnahmen des vorbeugenden Infektionsschutzes.

 

Abstimmung und Information

Jede Schule informiert ihren Schulträger zu ihrem Corona-Hygieneplan. Die Schulen stimmen mit ihrem Schulträger die daraus resultierenden Bedarfe des schulischen Sachaufwandes (z.B. Seife und Einmalhandtücher, Reinigungsintervalle, räumliche bzw. technische Ausstattung, Geräte zur Messung der Raumluft, etc.) ab. In Eingangsbereich, im Gebäude in allen Räumen sowie im Sanitärbereich sind geeignete Hinweise zur persönlichen Hygiene zu platzieren. Diese sind so zu gestalten, dass sie altersspezifisch eine Anleitung zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen geben. Weitere Hinweise zu Materialien und Aushängen zur Hygiene können kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (unter Infomaterialien) bestellt werden. Schulleitungen, Pädagoginnen und Pädagogen gehen mit gutem Beispiel voran und sorgen zugleich dafür, dass Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise beachten und umsetzen. Über die erforderlichen Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie sind das Personal, die Sorgeberechtigten sowie die Schülerinnen und Schüler in geeigneter Weise zu unterrichten. Alle Beschäftigten der Schulen, die Schulträger, alle Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren regelmäßig an den Schulen arbeitenden Personen sind darüber hinaus gehalten, die Hygienehinweise des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes (Infektionsschutzbehörde) bzw. des RKI zu beachten.

 

Betretungsverbot

Es bestehen präventive Betretungsverbote für Personen (Personal, Kinder, Jugendliche sowie Personensorgeberechtigte), die innerhalb der vorangegangenen 14 Tage aus Risikogebieten zurückgekommen sind. Diese können zum Negativnachweis einer Infektion einen Test zur Aufhebung des Betretungsverbotes beibringen. Personen, Kinder und Jugendliche die mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert sind oder entsprechende akute Symptome zeigen, dürfen die Schule nicht betreten. Bei Auftreten akuter Corona-Symptome während des Schulbesuchs werden die betreffenden Schülerinnen und Schüler isoliert und die Sorgeberechtigten informiert. Diesen wird empfohlen, telefonisch mit dem Kinder- oder Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 (deutschlandweit) Kontakt aufzunehmen. Gleiches gilt für Personal.

 

Persönliche Hygiene

■ Verzicht auf Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln

■ Gründliche Händehygiene

■ Hust- und Niesetikette.

(Im Detail orientiert an den Empfehlungen des Robert Koch Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.)

 

Mund-Nase-Bedeckung

  • Im Schulgebäude soll eine Mund-Nasen-Bedeckung in Situationen getragen werden, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, insbesondere bei Raumwechseln in den Pausen.
  • In den Unterrichtsräumen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht erforderlich.
  • Eltern und einrichtungsfremde Personen sind beim Betreten der Einrichtung verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Im Rahmen der Schülerbeförderung ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

 

Raumhygiene

Die Maßnahmen beziehen sich auf alle schulischen Räume. Es sind organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, die eine bestmögliche Umsetzung von Hygieneregeln ermöglichen.

  • Reinigung:

Auf eine regelmäßige Reinigung in der Schule entsprechend der gelten DIN-Normen ist zu achten. Eine routinemäßige Flächendesinfektion wird während der Corona-Pandemie nicht empfohlen.

  • Lüften:

Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts. Auf die Einhaltung der Vorschriften zur Raumluftqualität wird verwiesen.

  • Hygiene im Sanitärbereich:

Es sind in allen Sanitärbereichen ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher in einem Umfang bereitzustellen, der es ermöglicht, eine regelmäßige Händehygiene durchzuführen. Diese sind regelmäßig aufzufüllen. Unter der Voraussetzung des sachgerechten Gebrauchs sind auch Stoffhandtuchrollen aus retraktiven Spendersystemen geeignet. Weniger geeignet in der Stufe 1 (GRÜN) sind Warmlufttrockner, in den Stufen 2 (GELB) bzw. 3 (ROT) und sind sie gar nicht geeignet.

 

Kontaktmanagement

Um im Falle einer Infektion die Kontaktnachverfolgung durch das örtliche Gesundheitsamt zu ermöglichen, muss für alle in der Schule jeweils Anwesenden dokumentiert werden: „Wer hatte wann mit wem engeren, längeren Kontakt?“
Hierzu zählt v.a.:

  • übliche Dokumentieren der Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern (z.B. in den Klassen- und Kursbüchern)
  • Dokumentation der Anwesenheit des regelhaft in der Schule eingesetzten Personals
  • tägliche Dokumentation der Anwesenheit weiterer Personen über Namens- und Telefonlisten im Sekretariat (z. B. Handwerker, Vertreterinnen und Vertreter der Schulaufsicht, Fachleiterinnen und Fachleiter, außerschulische Partner, Erziehungsberechtigte).

Bei der Organisation des Schulbetriebs behalten die Schulleitungen im Blick, dass bei einem nachgewiesenen Infektionsfall alle Kontaktpersonen der Schule befristet fernbleiben müssen. Daher erhöht sich mit einer vollständigen Freigabe der Kontakte das Risiko, bei einem einzelnen Infektionsfall die gesamte Schule schließen zu müssen. Soweit sich der Unterrichtsbetrieb auf diese Weise sinnvoll organisieren lässt, sollten unnötige Kontakte daher vermieden werden.

 

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App kann bei der Eindämmung der Pandemie einen zusätzlichen Beitrag leisten. Die Nutzung der App ist für alle am Schulleben Beteiligten empfehlenswert.
Für pädagogisches Personal, für Schülerinnen und Schüler bzw. deren Sorgeberechtigte ist es eine freie persönliche Entscheidung, ob sie die App nutzen. Für die Schulen bedeutet dies, dass die geltenden Regeln zum Einsatz von mobilen Endgeräten an der Schule (Hausordnung, medienpädagogische Konzepte) weiterhin gelten und in jedem Fall Vorrang haben.

 

Schülerspeisung, Pausen-/Kioskverkauf, Automatenangebot

Die Schülerspeisung liegt in Verantwortung des Schulträgers. Der Schulträger kann ein eigens Hygieneschutzkonzept erstellen oder ggf. den Anbieter verpflichten.
Ein Pausen-/Kioskverkauf sowie ein Automatenangebot richtet sich nach dem Hygieneschutzkonzept der Anbieter.

 

Musikunterricht

Im Musikunterricht muss beim Singen (Einzelgesang, Duett, Chor) sowie beim Einsatz von Instrumenten mit Aerosol-Emissionen ein Sicherheitsabstand von 1,5m eingehalten werden.

 

Hilfe

Es gilt auch in der Corona-Pandemie die Pflicht zur Hilfeleistung für Jedermann.
Ersthelfende müssen immer darauf achten, sich selbst zu schützen. Diese Regel gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie. Zur Minimierung des gegenseitigen Ansteckungsrisikos sollten beide eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, die der Ersthelfende auch für die hilfebedürftige Person - falls verfügbar - vorhält. Dazu gehört außerdem, Abstand zu halten, wenn es möglich ist. Wenn im Zuge einer Erste-Hilfe-Maßnahme eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich ist, steht in erster Linie die Herzdruckmassage und – falls vorhanden – die Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) im Vordergrund.

 


Konferenzen und Versammlungen

Beratungen und Konferenzen können stattfinden insbesondere, wenn sie mit rein schulischem Personal stattfinden. Nach Möglichkeit können größere Räume gewählt werden.
Klassen- und Kurselternversammlungen sowie Beratungen der schulischen Mitbestimmungsgremien dürfen abgehalten werden. Nach Möglichkeit kann im Sinne des vorbeugenden Infektionsschutzes ein entsprechend größerer Raum gewählt und eine angepasste zeitliche Abfolge gewählt werden.

 

Freiwillige Testungen

Alle Beschäftigten in der Schule können sich freiwillig auf eine akute Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen lassen. In einer ersten Phase erfolgen individuelle Tests (ausführliches Rundschreiben folgt). In einer zweiten Phase werden Schulen in das thüringenweite Frühwarnsystem einbezogen sein.

 

Vorbereitungen für eine mögliche Stufe 2 (GELB) sind zu treffen.

 

2. Stufe: GELB

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Eingeschränkter (Präsenz-)Betrieb mit erhöhtem Infektionsschutz


Stufe 2 (GELB) erfasst den Fall, dass eine Schülerin, ein Schüler oder eine an der Schule beschäftigte Person nachweislich mit dem SARS-CoV 2-Virus infiziert ist und diese Person und alle Kontaktpersonen die Schule nicht mehr betreten dürfen. Für nicht betroffene Personen läuft der Schulbetrieb normal – wie in Stufe 1 (GRÜN) weiter.
Oder Stufe gelb tritt ein, wenn in einer bestimmten Region das Infektionsrisiko allgemein ansteigt und ein Übergreifen auf die Schule droht, so dass präventive Schritte an allen Schulen dieser Region ergriffen werden müssen. Diese Beurteilung fußt auf den Meldungen der Gesundheitsämter und dem Infektionsmonitoring des TMBJS und erfolgt in der Unterstabsstelle Hotspots des TMASGFF. In diesem Fall gelten die vorbeugenden Infektionsschutzmaßnahmen aus Stufe 1 (GRÜN). Darüber hinaus entscheidet das TMBJS, welche der nachfolgend dargestellten Maßnahmen in der betroffenen Region ergriffen werden:

  • 1. Besondere Schutzmaßnahmen für Personen mit Risikomerkmalen
  • 2. Betreuung und Beschulung in festen Gruppen
  • 3. Durchgängige Einhaltung des Abstandsgebots (ältere Schüler)

Das TMBJS entscheidet im selben Abstimmungsverfahren mit dem TMASGFF über die Aufhebung der erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen.

 

Verfahren bei einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus

Erfährt die Schule, dass eine Schülerin, ein Schüler oder eine in der Schule beschäftigte Person positiv auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet wurde, nimmt die Schulleitung unverzüglich Kontakt mit dem zuständigen GA auf und stellt alle Informationen zur Verfügung, um die Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen.
Die Schulleitung stellt sicher, dass alle Kontaktpersonen das Betretungsverbot einhalten. Dieses Verbot gilt für 14 Tage. Es kann früher aufgehoben werden für Personen, die eine aktuelle, negative Testung auf das Virus vorlegen.
Die Schulleitung meldet die Infektion und die weiteren erforderlichen Informationen als BV an das TMBJS.

 

Besondere Schutzmaßnahmen für Personen mit Risikomerkmalen

In Stufe 2 (GELB) kann das TMBJS anordnen, dass Schulen in der betroffenen Region besondere Schutzmaßnahmen ergreifen müssen für Personen (Schülerinnen und Schüler, Beschäftigte), die nach den Erkenntnissen des RKI ein erhöhtes Risiko tragen, bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, oder die mit solchen Personen in einem Haushalt leben.

Bei Schülerinnen und Schülern gilt folgendes Verfahren:

  • Die betroffenen Schülerinnen und Schüler oder die Eltern zeigen der Schulleitung an, dass sie von der Pflicht befreit werden wollen, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Sie legen der Schulleitung das Attest eines behandelnden Arztes vor, das das erhöhte Risiko eine schweren Verlaufs bescheinigt.
  • Die Personensorgeberechtigten entscheiden mit der Schule, ob Kinder mit Risikomerkmalen weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Personensorgeberechtigten sollen sich in Kenntnis der Gefahren und Risiken bewusst für die Anwesenheit in der Schule sowie ggf. die Nutzung des Wohnheims entscheiden. Eine Teilnahme am Präsenzunterricht sollte nur erfolgen, wenn die Schule die Einhaltung der Hygienevorschriften gewährleisten kann. Es empfiehlt sich im Zweifelsfall die Einbindung des GA. Es sind individuelle Möglichkeiten der Beschulung zu schaffen.

Bei Lehrerinnen und Lehrern gilt folgendes Verfahren:

  • Die betroffenen Lehrerinnen oder Lehrer zeigen der Schulleitung an, dass sie von der Pflicht befreit werden wollen, Präsenzunterricht in Gruppen zu erteilen. Sie legen der Schulleitung das Attest eines behandelnden Arztes vor, das das erhöhte Risiko eines schweren Verlaufs bescheinigt.
  • Die Schulleitung eruiert gemeinsam mit der betroffenen Lehrkraft und unter Einbeziehung der Fachkraft für Arbeitssicherheit alle Möglichkeiten, um die betroffene Person innerhalb der Schule so einzusetzen, dass kein Infektionsrisiko besteht (Unterricht unter ständiger Wahrung des Abstandsgebots, Pausenaufsicht u.ä.).
  • Bestehen diese Möglichkeiten nicht, überträgt die Schulleitung der betroffenen Person entsprechend ihrer Unterrichtsverpflichtung Aufgaben im häuslichen Lernen oder andere Aufgaben, die außerhalb des regulären Schulbetriebs erledigt werden können. Eine freiwillige Teilnahme am Präsenzunterricht bleibt möglich.

 

Wechsel in die feste Gruppe

In Stufe 2 (GELB) kann das TMBJS anordnen, dass Schulen in einer bestimmten Region nur noch in festen Gruppen unterrichtet werden. Dazu werden Lerngruppen gebildet, die von immer demselben pädagogischen Personal in immer denselben Räumen unterrichtet und betreut werden. Ein Wechsel von Schülerinnen und Schülern oder pädagogischem Person zwischen den Gruppen findet nicht statt. Der Schulbetrieb wird so organisiert, dass die Gruppen sich möglichst wenig begegnen; lassen sich Begegnungen nicht vermeiden, sind MNB zu tragen.

 

Ständiges Einhalten des Abstandsgebotes

In Stufe 2 (GELB) kann das TMBJS anordnen, dass in bestimmten Schulen überall und ständig (auch während des Unterrichts) das Abstandsgebot gilt. Diese Maßnahme kommt nur für Klassenstufen in Betracht, in denen die Schülerinnen und Schüler alt genug sind, um diese Vorgabe verlässlich einzuhalten. Greift diese Maßnahme, muss die Gruppengröße der Raumgröße angepasst werden. Lässt sich in bestimmten Situationen (Schulflur, Treppenhaus) ein Unterschreiten der Abstände nicht vermeiden, sind MNB zu tragen.

 

Organisatorische Maßnahmen

Alle in Stufe 2 (GELB) greifenden Maßnahmen zum Infektionsschutz haben zur Folge, dass einige Schülerinnen und Schüler zeitweise nicht im Präsenzunterricht beschult werden können. Bei der Organisation des Wechsels zwischen Präsenzunterricht und häuslichem Lernen gilt:

  • Der Präsenzunterricht ist so auszurichten, dass am Präsenztag ein Unterricht im Umfang von mindestens 4 Unterrichtsstunden pro Lerngruppe erteilt wird.
  • Höchste Priorität in der Präsenzbeschulung haben
    • Schülerinnen und Schüler mit besonderen Unterstützungsbedarf
    • das erste Schulbesuchsjahr in der Primarstufe,
    • im ersten Schulhalbjahr die Klassenstufe 4 der Primarstufe und Klassenstufe 8 der Gemeinschaftsschulen
    • im zweiten Schulhalbjahr die Klassenstufen 3 und 5 sowie
    • Prüfungs- und Abschlussklassen (Klassenstufen 9 bis 12/13).
  • Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der geistigen Entwicklung, unabhängig davon ob sie an einer Förderschule oder im gemeinsamen Unterricht lernen, ist der Schulbesuch weitestgehend zu ermöglichen.

In der Zeit, in der Schülerinnen und Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, findet häusliches Lernen statt. Hinweise und Informationen für diesen Fall sind unter https://bildung.thueringen.de/bildung/haeusliches-lernen zu finden. Die Schulen gewährleisten regelmäßige verlässliche Kommunikationszeiten zwischen Schülerinnen und Schülern/Personensorgeberechtigten und Lehrkräften.
Für den Präsenzbetrieb gelten grundsätzlich alle in Stufe 1 (GRÜN) beschriebenen Hygienevorgaben, mit folgenden Abweichungen:

  • Die Schulleitung kann die Pflicht zum Tragen einer MNB ausweiten.
  • Schulsportliche Wettbewerbe werden entsprechend den regionalen Gegebenheiten mit Einschränkungen durchgeführt.
  • Schulische Wettbewerbe sowie Maßnahmen zur Begabungsförderung finden kontaktlos und unter Einhaltung der geltenden Hygieneregelungen statt.
  • Sport- und Schwimmunterricht werden kontaktlos in Kleingruppen und unter Einhaltung der für die jeweilige Sportstätte geltenden Hygieneregelungen durchgeführt.
  • Singen im Chor kann nur in ausreichend großen Räumen (Aula) oder im Freien erfolgen. Der Abstand beim einem Einsatz von Instrumenten mit Aerosol-Emissionen muss mindestens 3m betragen.

 

3. Stufe: ROT

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Schließung


Lässt sich nicht klären, zum wem eine Person mit einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus Kontakt hatte oder gelten alle Schülerinnen und Schüler und alle an der Schule Beschäftigten als Kontaktpersonen, kommt es zur befristeten Schließung der Schule. Sofern eine Schule oder Schulteile aus diesem Grund vom GA geschlossen werden müssen, besteht für den Zeitraum der Schließung kein Anspruch auf Notbetreuung.
Entwickelt sich ein gefährlich steigendes lokales Infektionsgeschehen, können die GÄ Schulschließungen anordnen. In diesem Fall legen die Schulträger im Einvernehmen mit den Schulämtern und dem GA fest, ob und für welche Schülerinnen und Schüler eine Notbetreuung stattfindet. Diese Entscheidung orientiert sich an den Notwendigkeiten zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens.

Maßnahmen:

  • Häusliches Lernen ist zu organisieren. Hinweise und Informationen unter https://bildung.thueringen.de/bildung/haeusliches-lernen/
  • Pädagogisches Personal ist im Dienst. Die Schulleitung legt entsprechend der Unterrichtverpflichtung die Arbeitsaufgaben fest.
  • Regelmäßige verlässliche Kommunikationszeiten zwischen Schülerinnen und Schülern/Personensorgeberechtigten und Lehrkräften sind sicherzustellen.
  • Der Einsatz digitaler Lehr- und Lernformen ist mit den Personensorgeberechtigten zu kommunizieren.

Findet eine Notbetreuung statt, gelten grundsätzlich alle in Stufe 1 (GRÜN) und 2 (GELB) beschriebenen Hygienevorgaben, mit folgenden Abweichungen:

  • Es sind feste, möglichst kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern zu bilden.
  • Das Tragen einer MNB ist in der Notbetreuung erforderlich, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

letzte Änderung: 06.09.2020