Neuer Fachkabinett-Bereich geht in die Nutzung

Landkreis investierte rund eine Mio. Euro in den neuen Schulteil

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Benjamin Geitner und Leander Krug experimentierten im neuen Fachkabinett.

Die Komplexsanierung des Gothaer Gymnasiums Ernestinum hat einen weiteren Meilenstein am Standort des Schulteils Myconiusschule erreicht: Nachdem dort zu Jahresbeginn 2019 Therapieräume für die Kreisvolkshochschule fertig gestellt worden waren, geht jetzt ein Bereich mit Fachkabinetten und Unterrichtsräumen für den gymnasialen Unterricht in Betrieb.

Landrat Onno Eckert und Schulleiter Dr. Lutz Wagner stellten die Neuerungen Mitte November während des ersten öffentlichen Rundganges vor.

Nach erheblichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie einer statischen Ertüchtigung entstanden seit Sommer 2018 im Schulteil Myconius ein Physikkabinett nebst Vorbereitungsraum, ein Fachkabinett sowie die Vorbereitungsräume für Chemie und Biologie, ein Unterrichtsraum für Geografie, ferner ein Lehrerzimmer, ein Raum für den Oberstufenleiter sowie ein Behinderten-WC. Neben einer modernen technischen Ausstattung mittels interaktiven Tafeln wurden vor allem auch Unterzüge und Stützen ausgetauscht oder verstärkt. Die Bauzeit des neu geschaffenen Fachkabinett-Bereiches im Bereich des Erdgeschosses und ersten Obergeschosses erstreckte sich bis Ende Oktober 2019. Der Landkreis Gotha leistete als Schulträger Bau- und Ausstattungskosten in Höhe von knapp 990.000 Euro – ohne Förderung, komplett aus Eigenmitteln.

„Der neue Fachbereich ist der Schlüssel für den planmäßigen Fortgang der anstehenden Sanierungsarbeiten am Standort des Ernestinums in der Bergallee“, ordnete Landrat Onno Eckert die Bedeutung der Maßnahme in den großen Ablaufplan ein. Die jetzt in der Myconiusschule bereitstehenden Unterrichtsräume ermöglichen ab kommenden Jahr die Beschulung der Gymnasiasten, wenn im historischen Schulhaus in der Bergallee zehn Unterrichtsräume, darunter die Fachkabinette, infolge der Baumaßnahmen nicht genutzt werden können. „Diese Lösung ist effizienter und kostengünstiger, als zusätzliche mobile Container in der Myconiusschule einsetzen zu müssen“, beschrieb Eckert das planerische Kalkül des Bauablaufes. Nach Fertigstellung der Komplexsanierung in den 2020er Jahren sollen im Schulteil Myconius vor allem die Zehnt- bis Zwölfklässler auf das Abitur hinarbeiten. Während der baubedingten Auslagerungszeit werden voraussichtlich alle Klassenstufen die Myconiusschule nutzen.

Aktuell laufen am Hauptstandort des Ernestinums in der Bergallee die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts. Hier wird ein abgebrochener Gebäudeteil mit Unterrichtsräumen komplett neu errichtet. Im kommenden Jahr steht dann der Verbindungsteil, der sich zwischen dem bereits fertig gestellten Aulaflügel und dem straßenseitigen Gebäudeflügel befindet, auf der Agenda der Planer und ausführenden Unternehmen.

Seit 2016 arbeitet die Gebäudeverwaltung des Landkreises mit Hochdruck an der Sanierung des Gymnasiums Ernestinum in Gotha. Sie soll bis Mitte der 2020-er Jahre fortgesetzt werden und erfordert, nach bisherigem Planungsstand, rund 19,5 Mio. Euro. Erste Teilbauabschnitte sind am Bestandsstandort in der Bergallee mit dem Aulaflügel sowie am Standort Myconiusschule mit dem Therapiebereich bereits abgeschlossen worden. Vor Beginn der Sanierung übertrug die Stadt Gotha ihre Myconiusschule zur Nutzung an den Landkreis. Sie fungiert seither als gleichnamiger Schulteil des Ernestinums und wird nach dem Ende der Arbeiten sowohl Unterrichtsräume und Fachkabinette für den gymnasialen Schulbetrieb als auch die Verwaltungs- und Unterrichtsräume der Kreisvolkshochschule beherbergen. In deren bisherigem Sitz, der ehemaligen Lutherschule in der Schützenallee 31 in Gotha, ist bereits jetzt das Gesundheitsamt mit untergebracht; nach Auszug der Volkshochschule werden deren Büros vom Amt für Schulen, Bildung, Sport und Kultur übernommen.

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Blick in die neu gestalteten Gänge.

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Hell, modern und technisch auf dem neuesten Stand sind die Unterrichtsräume.

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Am großen Touchscreen arbeiten Oscar Stahl und Eric Marschner.

letzte Änderung: 28.02.2019