Theorie wird zu Realität – Baumpflanzen auf dem Krahnberg
Theorie wird zu Realität – Baumpflanzen auf dem Krahnberg
Normalerweise lernt man in Biologie aus dem Buch. Dieses Mal ging es raus in den Wald. Wir durften Biologie hautnah miterleben und gleichzeitig auch etwas Gutes für die Umwelt tun. Passend zum Themengebiet Ökologie ging es dieses Jahr für alle neunten Klassen zum Umpflanzen von Weißtannen mit dem Thüringenforst auf den Krahnberg.
Nachdem uns in einer Informationsveranstaltung von Förster Wenzel erklärt wurde, was beim Umpflanzen von Weißtannen zu beachten ist, haben wir uns am 26.3.2026 vor der Arnoldischule mit Frau Greiner und Herrn Schwerdt getroffen. Nach einer kurzen Wanderung durch den Wald haben wir die vier Forstarbeiter kennengelernt, die uns begleiten und anleiten durften. Nachdem sie sich vorgestellt haben, sind wir zur Schonung, ein eingezäunter Bereich zum Schutz der kleinen Bäume, gegangen. Dort wurde uns erklärt, wie man die kleinen wilden Tannen ausgräbt. Man gräbt mit einem Spaten drumherum und nimmt sie aus der Erde, sodass die Erde noch dranbleibt. Die Setzlinge haben wir dann auf den Hänger eines Pickups geladen, um sie zur nächsten Schonung zu bringen, wo die Tannen wieder eingepflanzt werden sollten. Dafür wurden schon vorher von den Forstarbeitern Markierungen auf dem Waldboden gemacht, damit die Bäume nicht zu nah nebeneinander gepflanzt werden. Also haben wir uns die Spaten geschnappt, ein passendes Loch für die Tannen gegraben und sie eingesetzt. Zum Schluss wurden sie noch durch einen Holzstab markiert, damit sie im Sommer im hohen Gras herausstechen. Danach ging es wieder zurück.
Die praktische Arbeit hat aber einen wichtigen Hintergrund: Der Klimawandel. Monokulturen, also Ökosysteme mit einer Baumart, können durch Borkenkäfer, Erderwärmung oder Extremwetter sehr schnell aussterben. Deshalb ist das Ziel, einen Mischwald mit verschiedenen Baumarten zu errichten, denn sollte eine Baumart aussterben, bricht nicht gleich das ganze System zusammen. Weißtannen gelten als Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Ein besonderes Merkmal der Weißtanne ist ihre tiefe Wurzel. Diese hilft ihr während Stürmen stabil zu bleiben, und kann in trockenen Zeiten ihr Wasser tiefer aus dem Boden ziehen. Abschließend lässt sich sagen, dass es uns allen viel Spaß gemacht hat. Vielleicht schaut jemand von uns in 20 Jahren noch einmal nach, wie groß die Bäume dann sind.
Paul Rehner, 9a
letzte Änderung: 01.12.2025
